Induktionshärten

VERFAHREN

Härten

Härten ist ein Verfahren der Wärmebehandlung, das dazu dient, die Härte und Festigkeit von Metallen, wie Stahl, zu erhöhen. Die meisten Werkstoffe bestehen aus verschiedenen Kristallgitterstrukturen, die unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Härten ist ein Prozess, bei dem diese Strukturen verändert werden, um die gewünschten Eigenschaften zu erreichen.

Härteverfahren

im Vergleich

 

 

Kriterium Vakuumhärten Schutzgashärten Induktionshärten Einsatzhärten
Medium Vakuum (ohne Sauerstoff) Stickstoff, Argon, Methan Induktionsspule (elektrisches Feld) Kohlenstoffreiches Gas / Medium
Temperaturbereich ca. 900–1250 °C ca. 750–950 °C Oberflächlich: 800–1000 °C Aufkohlen: 850–950 °C, Härten: ~800 °C
Eindringtiefe / Schichttiefe Vollhärtung (durchgehend) Vollhärtung 0,5–5 mm (abhängig von Spule & Zeit) 0,2–2 mm (Diffusionsschicht)
Härtetiefe steuerbar? Begrenzt (materialabhängig) Begrenzt Sehr genau steuerbar Ja, über Aufkohlzeit
Verzug / Maßhaltigkeit Sehr gering Gering bis mittel Gering Mittel bis hoch
Typische Härte >60 HRC (je nach Stahl) 50–64 HRC >55 HRC (Randhärte) ~60–65 HRC (Randschicht)
Typische Anwendungen Werkzeuge, Präzisionsteile, Formen Maschinenbauteile, Serienproduktion Zahnräder, Wellen, Lagerstellen Getriebeteile, Kurbelwellen, Kolbenbolzen
Oberflächenqualität Sehr gut, blank Gut (oxidarm möglich) Rauh, ggf. nachbearbeiten Kann oxidiert sein, häufig Nacharbeit
Umweltfreundlichkeit Sehr hoch (ohne Emissionen) Mittel Hoch (lokal begrenzt) Mittel (gasförmige Emissionen)
Besonderheiten Keine Zunderbildung, saubere Bauteile Günstig für Massenfertigung Schnell, selektiv, energieeffizient Kombiniert Härte & Zähigkeit ideal

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Vorteile des Härteverfahren

kurz zusammengefasst:

 

  • Erhöhung der Härte und Festigkeit: Das Härten verändert die Kristallgitterstruktur des Werkstoffs und erhöht so seine Härte und Festigkeit, was es für höhere Belastungen und Beanspruchungen geeigneter macht.

  • Verbesserung der Verschleißfestigkeit: Durch das Härten wird die Oberflächenhärte des Werkstoffs erhöht, was seine Widerstandskraft gegen Abrieb, Beschädigung und Verschleiß verbessert.

  • Verlängerung der Lebensdauer: Durch die verbesserte Härte und Festigkeit verlängert das Härten die Lebensdauer des Werkstoffs und erhöht seine Zuverlässigkeit.

  • Erhöhung der Korrosionsbeständigkeit: Einige Härteverfahren verbessern auch die Korrosionsbeständigkeit des Werkstoffs, indem sie eine Schutzschicht auf der Oberfläche bilden.

  • Erhöhung der thermischen Stabilität: Durch das Härten kann auch die thermische Stabilität des Werkstoffs erhöht werden, was es für hohe Temperaturen und sich ändernde thermische Bedingungen geeigneter macht.

  • Reduzierung von Toleranzen und Verzug: Durch das Härten kann auch die Präzision und Genauigkeit des Werkstoffs verbessert werden, indem Toleranzen und Verzug reduziert werden.

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FAQs

Häufig gestellte Fragen zum Härten